Spitzenforschung aus Minden

Univ.-Prof. Dr. Katrin Schaper-Gerhardt ist Leiterin des des Experimentellen Labors der Universitรคtsklinik fรผr Dermatologie am Universitรคtsklinikum Minden. Foto: MKK

Universitรคtsprofessorin Dr. Katrin Schaper-Gerhardt, Leiterin des Experimentellen Labors der Universitรคtsklinik fรผr Dermatologie am Universitรคtsklinikum Minden, ist beim diesjรคhrigen Europรคischen Hautkrebskongress der EADO (European Association of DermatoOncology) mit dem Posterpreis ausgezeichnet worden.ย 

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Prรคmiert wurde ihr wissenschaftlicher Beitrag โ€žGene expression analysis of cutaneous squamous cell carcinoma and its association with response to Anti-PD-1 Therapyโ€œ. Der internationale Fachkongress fand vom 23. bis 25. April in Prag statt und zรคhlt zu den wichtigsten Veranstaltungen im Bereich der Dermatoonkologie. Rund 1.500 Expertinnen und Experten aus Klinik, Forschung, Industrie und Praxis kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Hautkrebsforschung und -therapie zu diskutieren. Unter insgesamt 398 eingereichten Posterbeitrรคgen wurden vier Arbeiten ausgezeichnet.ย 

Die ausgezeichnete Arbeit des Forschungsteams aus Minden beschรคftigt sich mit der Wirksamkeit moderner Immuntherapien bei nicht-melanozytรคrem Hautkrebs. Obwohl sogenannte PD-1-Inhibitoren die Behandlungsmรถglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben, spricht bislang nur etwa die Hรคlfte der Patientinnen und Patienten auf diese Therapieform an.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand daher die Frage, warum manche Betroffene von der Immuntherapie profitieren und andere nicht. Dafรผr analysierte das Forschungsteam Tumorproben molekularbiologisch und untersuchte Unterschiede in der Genaktivitรคt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Tumoren von Patientinnen und Patienten mit gutem Therapieansprechen hรคufig bereits vor Beginn der Behandlung eine aktive Immunantwort aufweisen. Gleichzeitig konnten neue Marker identifiziert werden, die mit einem schlechteren Ansprechen auf die Therapie in Zusammenhang stehen. Dazu zรคhlen unter anderem Verรคnderungen im Stoffwechsel sowie in der Zellstruktur der Tumoren, die mรถglicherweise dazu beitragen, dass Krebszellen der Immuntherapie entgehen.

โ€žUnsere Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, welche biologischen Eigenschaften den Erfolg einer Immuntherapie beeinflussen kรถnnen. Langfristig mรถchten wir dazu beitragen, Therapien individueller auf Patientinnen und Patienten abzustimmen und die Behandlungserfolge weiter zu verbessernโ€œ, erklรคrt Universitรคtsprofessorin Dr. Katrin Schaper-Gerhardt. 

Auch der fachliche Austausch auf dem Kongress habe neue Perspektiven erรถffnet. โ€žDer intensive Dialog mit Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland war auรŸerordentlich wertvollโ€œ, so die Leiterin des Experimentellen Labors weiter. โ€žDaraus ergeben sich neue Impulse fรผr zukรผnftige Forschungsprojekte und internationale Kooperationen mit dem gemeinsamen Ziel, die Versorgung von Hautkrebspatientinnen und -patienten kontinuierlich zu verbessern.โ€œ

Auch die Klinikleitung wรผrdigt die Auszeichnung als wichtigen Erfolg fรผr den Forschungsstandort Minden. โ€žWir sind sehr stolz auf diese wissenschaftliche Leistung von Frau Professorin Schaper-Gerhardt und ihrem Teamโ€œ, erklรคrt Universitรคtsprofessor Dr. Ralf Gutzmer, Direktor der Universitรคtsklinik fรผr Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Phlebologie. Und fรผgt hinzu: โ€žDie internationale Auszeichnung unterstreicht die hohe Qualitรคt der Forschung am Universitรคtsklinikum Minden undย zeigt, dass der Wissenschaftsstandort Minden auch im internationalen Vergleich sichtbar und erfolgreich ist. Solche Erfolge stรคrken nicht nur die Forschung, sondern kommen langfristig auch unseren Patientinnen und Patienten zugute.โ€œ

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