Schön nach alter Manier

Foto: Daniel Bernet

Die deutsche Jazzmusikerin Nicole Johänntgen ist Saxophonistin, Komponistin und Workshopleiterin. Aktuell ist sie mit ihrer Band auf Präsentations-Tour für ihre CD „Henry III“ und macht am 16. Mai um 21 Uhr im Jazz Club Minden Halt.

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 Das Album ist funky und erfrischend, einfach und ehrlich gespielt; es groovt und rumpelt imd es zeigt sich rundum vom New-Orleans-Jazz inspiriert. Die Saxophonistin hat das Album während eines Live-Konzertes im Domicil Pforzheim analog auf Band aufgenommen.

Schön nach alter Manier – da kommt Nostalgie auf. Man spürt, wie vertraut und spielfreudig die vier Musiker sind. „Life“ heisst das erste Stück und soll die Achterbahnfahrt des Lebens vertonen. Gegenüber den anderen beiden Alben des Hnery-Zyklus hat dieses noch mehr den Funk in sich. Mit knackigen Melodien und einigen Trommelwirbeln machen die Musiker kräftig Dampf.

Die Kompositionen animieren zum Mitsingen, Mittanzen. Einfach zum Mitmachen. Doch wer genau hinhört, entdeckt auch die tiefsinnige, die herzzerreissende Seite von Henry. Die Seite, die in uns allen schlummert. In Songs wie „Dig Deep“ oder „Guetnachtlied“ ist viel Raum zwischen den einzelnen Melodien, so dass man in einen Dämmerzustand fällt. Ein Zustand, in dem man refektiert. Dinge verarbeitet, die da ganz tief sitzen. Und dann geht es in der Achterbahnfahrt weiter mit Henry.

Auf Instagram und TikTok ist Nicole derzeit eine der erfolgreichsten Saxophonistinnen. Auch die deutsche und internationale Fachpresse zeigt sich rund um den Globus in zahlreichen kritischen Würdigungen ihrer Arbeit beindruckt. Als erste Musikerin wurde sie vom renommierten Gunung Jazz Festival in Indonesien eingeladen, sie hat auch auf zahlreichen weiteren bekannten bekannten Festivals wie dem Stockholm Jazz Festival in Schweden, dem Waiheke Int. Jazzfestival in Neuseeland, Silda Jazz in Norwegen, dem Reykjavik Jazzfestival in Island und vielen weiteren gespielt. Die Verschmelzung verschiedener Kulturen in Form von Musik ist ihre größte Stärke.

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