Wie fühlt sich der Arbeitsalltag in einem Industrieunternehmen an? Welche Aufgaben gehören zu technischen Berufen? Und wo liegen die eigenen Stärken? Antworten auf diese Fragen erhielten 829 Schülerinnen und Schüler aus dem Mühlenkreis bei der diesjährigen Mindener Lernfirma (MILEFA), die im Ausbildungszentrum von WAGO stattfand.
Eine Woche lang verwandelte sich der Unternehmensstandort in Minden in einen Ort der praxisnahen Berufsorientierung. An realitätsnahen Stationen lernten Jugendliche der Jahrgänge neun und zehn betriebliche Abläufe kennen und konnten sich selbst in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern ausprobieren. Neben Montage- und Verdrahtungsaufgaben standen auch die Fehlersuche an einem Controller sowie Übungen aus dem Bereich Cybersecurity auf dem Programm.
„Berufsorientierung wird besonders dann wirksam, wenn junge Menschen selbst aktiv werden können“, sagt Thomas Heimann, Leiter Ausbildung International bei WAGO. „Die MILEFA bietet genau diese Möglichkeit. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen authentischen Einblick in die Arbeitswelt und entdecken dabei häufig Fähigkeiten und Interessen, die ihnen vorher gar nicht bewusst waren.“

Für WAGO ist die Veranstaltung zugleich eine wertvolle Gelegenheit, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften ins Gespräch zu kommen und die Vielfalt der eigenen Ausbildungsberufe erlebbar zu machen. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in technische, handwerkliche und kaufmännische Berufsfelder und konnten sich über Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen informieren.
Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung leisteten die Auszubildenden von WAGO. Sie begleiteten die Jugendlichen durch die verschiedenen Aufgaben, erklärten Arbeitsabläufe, gaben praktische Hilfestellungen und berichteten aus erster Hand von ihren Erfahrungen im Unternehmen. Darüber hinaus stellten sie die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei WAGO vor und beantworteten zahlreiche Fragen rund um den Berufseinstieg. „Unsere Auszubildenden waren die besten Botschafter für WAGO“, sagt Thomas Heimann. „Sie haben den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe vermittelt, wie vielfältig und spannend eine Ausbildung in der Industrie sein kann.“
Die MILEFA ist ein Projekt der Stadt Minden zur Fachkräftesicherung. Das Prinzip: Schülerinnen und Schüler erleben eine Woche lang den Arbeitsalltag eines Unternehmens, als wären sie selbst Teil davon. Ziel ist es, Schulen und Unternehmen in der Region zu vernetzen und so die berufliche Orientierung für Schülerinnen und Schüler leichter zu machen. An der diesjährigen Veranstaltung beteiligten sich die Freiherr-von-Vincke-Realschule, das Herder-Gymnasium, die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule, die Sekundarschule Am Wiehen, das Besselgymnasium, die PRIMUS-Schule Minden, die Kuhlenkampschule sowie das Ratsgymnasium.