Digitale Spurensuche rund um den Kaiserhof in Porta

Die digitale Spurensuche mit dem Smartphone richtet sich insbesondere an Gruppen, Familien sowie Einzelpersonen, die die Geschichte des Ortes in ihrem eigenen Tempo entdecken möchten.

Die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica erweitert ihr Angebot an der Ausstellung: Die kostenfreie Spurensuche mit der App „Actionbound“ wird ab dem 6. August öffentlich verfügbar sein. Der Vortrag „Think BIG!“ mit Hélène Bangert wird nun ebenfalls nachgeholt.

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Die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica erweitert ihr Angebot rund um die Ausstellung „Am Ende des Tunnels kein Licht“ in Porta Westfalica-Barkhausen um ein neues digitales Format. Ab Donnerstag, dem 6. August, steht die Spurensuche rund um das ehemalige Außenlagergelände am Kaiserhof der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung. Mithilfe der ebenfalls kostenfreien App „Actionbound“ können Besucherinnen und Besucher die Umgebung der Ausstellung auf dem Dr.-Jørgen-Kieler-Platz eigenständig erkunden.

Die digitale Spurensuche richtet sich insbesondere an Gruppen, Familien sowie Einzelpersonen, die die Geschichte des Ortes in ihrem eigenen Tempo entdecken möchten. Anhand der Biographie des KZ- Überlebenden Jørgen Kieler werden verschiedene Stationen besucht. Die Teilnehmenden müssen Fragen beantworten und bekommen neben den persönlichen Eindrücken von Kieler auch viele Hintergrundinformationen vermittelt.

Thomas Lange, Geschäftsführer der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica, erläutert den Hintergrund des neuen Angebots: „Die Arbeit unserer Gedenkstätte hat den Anspruch, die unterschiedlichen Orte der Außenlager und der Zwangsarbeit auf dem heutigen Stadtgebiet miteinander zu verbinden. Mit der Spurensuche möchten wir nun Menschen die Möglichkeit geben, Geschichte selbstständig und unmittelbar am historischen Ort zu erfahren. Der Rundgang macht auf heute noch sichtbare Spuren aufmerksam und lädt dazu ein, sich aktiv mit den Erfahrungen der Häftlinge und der Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Porta Westfalica auseinanderzusetzen.“

Den Hinweis zum Actionbound bekam die Gedenkstätte aus dem schulischen Bereich: Die AG Jüdischer Friedhof Hausberge der Gesamtschule Porta Westfalica setzt die App bereits seit längerem ein. Die Spurensuche der Gedenkstätte wurde daher bislang vor allem im Rahmen von Bildungsangeboten für Schülerinnen und Schüler genutzt und dort erfolgreich erprobt. Mit der öffentlichen Freischaltung wird das Angebot nun allen Interessierten zugänglich gemacht. Voraussetzung ist lediglich ein Smartphone oder Tablet mit der installierten Actionbound-App. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ebenfalls am 6. August findet an der Ausstellung der Vortrag „Think BIG! Architektur und Gedenkstätten in der Provinz größer denken.“ von Hélène Bangert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zukunftsdenken“ statt. Die Veranstaltung war ursprünglich für den 31. Juli vorgesehen, musste jedoch aufgrund der ungünstigen Wetterlage verschoben werden. Mit dem neuen Termin werden nun die öffentliche Freischaltung der digitalen Spurensuche und der Vortrag miteinander verbunden. Der Eintritt zu dieser, wie auch zu allen anderen Veranstaltungen der Reihe, ist kostenfrei.

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