Wenn jede Minute zählt

Ein starkes Team für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger (von links) Dr. med. Jan Persson, Ärztliche Leitung Standort Rahden, Marvin Deslandes, Ärztliche Leitung Standort Minden, Julia Larisch, Ärztliche Leitung Standort Minden, Dr. Gunter Veit, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Kreises Minden Lübbecke, Dr. Jens Tiesmeier, Direktor des Instituts für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfall- und Rettungsmedizin, Akutschmerzmedizin am Krankenhaus Lübbecke, PD Dr. Gerrit Jansen, Klinikdirektor der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin am JWK, Dr. Juliane Lübke, Leitung Innerklinische Notfallmedizin, Ellen Jagenberg, Ärztliche Leitung Standort Bad Oeynhausen, Sebastian Tak, Ärztliche Leitung Standort Bad Oeynhausen, Michael Neumann, Ärztliche Leitung Standort Rahden. Foto: Sven Olaf Stange

Wenn jede Minute zählt, muss Hilfe verlässlich und schnell vor Ort sein. Damit Hilfe im Kreis Minden-Lübbecke auch künftig zuverlässig, schnell und auf höchstem Niveau ankommt haben die Mühlenkreiskliniken in enger Abstimmung mit dem Kreis Minden-Lübbecke die notärztliche Gestellung neu organisiert.

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Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem eines: noch besser abgestimmte Abläufe und weiterhin eine sichere, wohnortnahe Erstversorgung.

Mehr als 9.000 Einsätze im Jahr leisten die Notärztinnen und Notärzte der Mühlenkreiskliniken – unterstützt von fünf Notarztfahrzeugen, die im gesamten Kreisgebiet im Einsatz sind. Gleichzeitig sind die Anforderungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Neue Qualifikationen im Rettungsdienst, komplexere Krankheitsbilder und steigende Einsatzzahlen verlangen nach noch engerer Zusammenarbeit und klaren Strukturen.

Genau hier setzt die neue Organisation an. Seit Beginn des Jahres werden die Notarztstandorte im Mühlenkreis durch eine standortübergreifende Leitungsgruppe im Kollegialsystem geführt. In ihr arbeiten die Ärztliche Leitung Rettungsdienst des Kreises, die Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin mit dem Lehrstuhl für Notfallmedizin der Ruhr-Universität Bochum sowie das Institut für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfall- und Rettungsmedizin am Krankenhaus Lübbecke eng zusammen.

„Die Notfallmedizin wird immer anspruchsvoller – medizinisch wie organisatorisch. Deshalb ist es entscheidend, Kompetenzen zu verteilen und sehr eng Sektoren-übergreifend zu arbeiten“, erklärt Privatdozent Dr. med. Gerrit Jansen, Direktor der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Notfallmedizin am Johannes Wesling Klinikum Minden. „Am Ende profitieren davon vor allem die Patientinnen und Patienten durch schnelle, professionelle notärztliche Hilfe, aber auch unsere Mitarbeitenden durch Kreisweit geltende Versorgungstandards.“ Auch aus Sicht des Rettungsdienstes ist die Neuaufstellung ein wichtiger Schritt. „Wir rücken noch enger zusammen und schaffen klare, verlässliche Abläufe über alle Standorte hinweg“, sagt Dr. Gunter Veit, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Kreises Minden Lübbecke. „Das gibt den Einsatzteams Sicherheit – und sorgt dafür, dass Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“

Für die Menschen im Kreis bleibt dabei das Wichtigste unverändert: Im Notfall ist schnelle Hilfe in der Nähe. „Die wohnortnahe Versorgung hat für uns oberste Priorität“, betont Dr. Jens Tiesmeier, Direktor des Instituts für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfall- und Rettungsmedizin am Krankenhaus Lübbecke. „Mit der neuen Struktur stellen wir sicher, dass wir unsere Ressourcen optimal einsetzen und gleichzeitig die hohe medizinische Qualität weiter ausbauen.“

Die Mühlenkreiskliniken reagieren damit auf die wachsenden Anforderungen in der Notfallmedizin – und sorgen dafür, dass im entscheidenden Moment alles ineinandergreift. 

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