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MMM-OWL: Die verschiedenen Ansätze der Green Champions

MMM-OWL: Die verschiedenen Ansätze der Green ChampionsDennis Meier und das von ihm mitgegründete Unternehmen OSTMOST verbinden Wirtschaftlichkeit und Ökologie. Langfristig möchte das Unternehmen führend im Segment der Getränkeherstellung aus Rohstoffen von Streuobstweisen werden. Foto: OSTMOST

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, und Unternehmen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung dieser Krise. Sie sind nicht nur Verursacher von Emissionen, sondern auch potenzielle Innovatoren für nachhaltige Lösungen. Wir stellen einige vor.

Von Christian Bendig

Der Kreis Minden-Lübbecke hat 2023 den Klima- und Nachhaltigkeitsstammtisch und ins Leben gerufen, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern. Dieses Format ermöglicht es Unternehmen, sich regelmäßig zu vernetzen, Erfahrungen zu teilen und praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Netzwerktreffen und Fokustreffen bieten Plattformen für Diskussionen und den Wissenstransfer, um den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen.

 

Beim Treffen im Technologie- und Wissenszentrum bei Follmann Chemie standen die Themen betriebliches Mobilitätsmanagement und Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Foto: Kreis Minden-Lübbecke

 

Die Tagungs- und Eventlocation Schloss Ovelgönne setzt auf papierlose Büroorganisation, digitale Kommunikation und virtuelle Rundgänge. E-Mails und Onlineverträge ersetzen Papier, und Visitenkarten sind digital per QR-Code verfügbar. Mülltrennung, regionale Partner und ein E-Auto, das mit Solarstrom geladen wird, ergänzen die Strategie. Virtuelle Rundgänge sparen Ressourcen und verringern die CO2-Bilanz.

Die KreisAbfallVerwertungsGesellschaft (KAVG) auf der Pohlschen Heide in Hille wandelt Abfälle in Energie um und fördert so den Klimaschutz. Aus Restmüll entstehen durch mechanisch-biologische Prozesse Biogas und Ersatzbrennstoffe (EBS), die im KAVG-Heizkraftwerk zu Strom, Wärme und Industriedampf verarbeitet werden. Zusätzlich wird Bioabfall zu Humus und Biogas aufbereitet. Diese Prozesse ersetzen fossile Brennstoffe, reduzieren CO2-Emissionen und nutzen eine PV-Anlage zur Deckung des Eigenbedarfs.

Auch der Lkw-Teile-Spezialist Diesel Technic setzt auf Nachhaltigkeit, indem man am Standort Kirchdorf Wärmepumpen, Fernwärme und eine Photovoltaikanlage nutzt. Diese erzeugt jährlich etwa 550.000 kWh Strom, von dem 80 Prozent selbst verbraucht werden. Die Firmenflotte besteht größtenteils aus E-Autos. Energetische Maßnahmen wie LED-Beleuchtung, Verschattung und effiziente Ladetechnik reduzieren den Energieverbrauch erheblich. Auch die internationalen Standorte der Gruppe verfolgen ähnliche Strategien zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.

 

80 Prozent der benötigten Energie am Hauptsitz in Kirchdorf bezieht Diesel Technic über die große PV-Anlage auf dem Dach. Foto: Diesel Technic SE

 

A&S Diepenau wurde 2021 gegründet und ist schon ein führendes Unternehmen im Rückbau veralteter Energieanlagen. Es bietet nachhaltige Lösungen für die Energiewende, indem es Umspannwerke und Windräder abbaut und recycelt. Das Unternehmen nutzt moderne Technik, um effizient und umweltfreundlich zu arbeiten, und bereitet Baugrund für neue Anlagen vor. A&S Diepenau investiert kontinuierlich in seinen Maschinenpark und sein Personal, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Das Betriebsgelände wird als Recyclingzentrum ausgebaut.

Einen anders gelagerten Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet der Berliner Getränkehersteller OSTMOST. Vor zehn Jahren gegründet von dem Mindener Dennis Meier, hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, alte Streuobstwiesen in Brandenburg zu erhalten und aufgegebene Flächen wieder zu rekultivieren. Über die Start-up-Phase, Meilensteine und die Ziele spricht der Mindener Dennis Meier im großen MMM-Interview.

Mehr Informationen der Unternehmen aus Minden-Lübbecke und Lippe auf mmm-owl.de

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