Von Carsten Korfesmeyer
Schnittig tritt er auf. Sportlich und elegant wirkt der Junior von Alfa Romeo obendrein und mit dem bloßen Auge ist er sofort als SUV zu erkennen. 55 Kilometer absolvieren wir mit diesem Auto, unter dessen Haube ein Verbrennungsmotor den Takt angibt. Es ist eine angenehme und komfortable Reise mit einem ausgereiften Fahrzeug, das in allen Belangen des mobilen Alltags eine gute Figur macht und obendrein auch gut aussieht. Es geht von Minden in Richtung Bückeburg.
Markanter Kühlergrill, dynamische Heckpartie
Der Junior ist der Familie des italienischen Autobauers auf Anhieb zuzuordnen. Der markante Kühlergrill mit den auffällig schmalen Scheinwerfern verleiht ihm eine gehörige Portion Dynamik. Wer ihn sieht, spürt aber auch einen Hauch von Luxus. Das stylische Heck und die klare seitliche Linienführung geben diesem Alfa Romeo ein ganz individuelles Erscheinungsbild, das dennoch auf Understatement setzt und gerade deshalb sofort eine ganze Menge an Sympathie ausstrahlt.
Setzen wir uns. Der Einstieg klappt leicht, was typisch für einen SUV ist. Die Sitze sind sportlich, gleichzeitig komfortabel und vermitteln ein angenehmes Sitzgefühl. Verarbeitet ist der Innenraum durchweg hochwertig und jeder Millimeter ist durchdacht. Zwei Zehn-Zoll-Displays sorgen für alle erdenklichen Informationen zum Junior selbst, bieten aber auch Entertainment vom Feinsten. Was alles an Daten und Infos abrufbar ist, lässt sich während des Autotests gar nicht abrufen. Aber es ist einiges, allerdings: Die wichtigsten Zahlen und Werte findet man kinderleicht. Das meiste ist selbsterklärend.

Selbsterklärendes Armaturenbrett mit vielen Details
Überhaupt ist der Junior ein Auto, mit dem man schnell vertraut wird. Alle Bedienelemente liegen in Reichweite und das Automatikgetriebe lässt sich bequem mit einem kleinen Schalter in der Mittelarmlehne regeln. Auffällig ist die gute Sicht dieses Fahrzeugs, das obendrein auch allen Insassen einiges an Kopf- und Beinfreiheit bietet. Verstauen lässt sich ebenfalls manches – besonders dann, wenn die Rücksitze umgeklappt werden. Dann passen in den Kofferraum auch die leicht sperrigen Gegenstände. Ein kleiner, aber höchst sinnvoller Gimmick dieses SUV ist ein leichter Tritt unter die Heck-Stoßstange. Dadurch öffnet sich der Kofferraum. Hilfreich, wenn man beide Hände voll hat.
Kofferraum öffnet nach Fußtritt
Längst etabliert ist, dass sich die Türschlösser automatisch öffnen, sobald man mit dem Zündschlüssel in der Nähe ist. Entfernt man sich, verschließen sie sich. Der Motor lässt sich per Knopfdruck starten, was in einem Fahrzeug dieser Klasse ebenfalls längst zur Serie gehört. Trotzdem zeigt es, was der Junior seinen Insassen an Komfort bietet.
Kommen wir nun zum Fahrerlebnis. Auf diesem Gebiet hat der Junior allerhand zu bieten. Schon nach wenigen gemeinsam zurückgelegten Kilometern fühlt sich der Mensch mit der Maschine vertraut. Und es zeigt sich auch rasch, wie vielseitig dieser Alfa Romeo unterwegs ist. Im Mindener Stadtverkehr erweist er sich als wendig und agil, in die Parklücken lässt er sich problemlos hineinlenken und aufgrund seines kurzen Wendekreises offenbart dieses SUV sogar Stadtflitzer-Qualität.

Zu Hause auf allen Belägen
Wie sieht es auf der Landstraße aus? Genauso gut. Auf der B65 in Richtung Bückeburg gibt sich der Motor durchzugsstark, bleibt aber jederzeit laufruhig. 136 PS unter der Haube erlauben eine maximale Geschwindigkeit, die von Alfa Romeo mit 200 km/h angegeben ist. Dieses Tempo wird während der Testfahrt nicht ausgereizt – zu sehr hält sich beim Fahrer noch der feste Grundsatz, den Motor eines nagelneuen Autos nicht an seine Grenzen zu führen. Aber die ganze Dynamik und der damit verbundene Fahrspaß lassen sich auch so sehr gut erleben. Der Junior ist ein SUV, das eine Menge Freude macht.
Auf der Strecke und im Stadtverkehr macht dieses Auto eine sehr gute Figur. In allen Bereichen ist der Junior verlässlich und ein Begleiter, auf den man sich verlassen kann. Er verfügt bereits in der Serie über ein hohes Sicherheitspaket und dank seiner exzellenten Straßenlage ist er stets beherrschbar. Hinzu kommt die für ein SUV typische erhöhte Sitzposition, die besonders für Fahrer und Beifahrer für eine Menge Übersicht sorgt. Das alles sind Eigenschaften, die den Junior der Traditionsmarke für eine breite Zielgruppe interessant machen.
Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Kruse, Minden, zur Verfügung gestellt worden.














