Mit dem erfolgreichen Staatsexamen haben 13 angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ihre dreijährige Ausbildung an der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken erfolgreich abgeschlossen.
Nach mehreren Wochen mit anspruchsvollen Prüfungen dürfen sie nun offiziell die Berufsbezeichnung Notfallsanitäterin beziehungsweise Notfallsanitäter tragen und verstärken künftig die Feuer- und Rettungswachen im Kreis Minden-Lübbecke.
Die Ausbildung erfolgt in enger Kooperation zwischen der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken und den Feuer- und Rettungswachen im Kreises Minden-Lübbecke als Ausbildungsträgern. Neben dem theoretischen Unterricht an der Akademie absolvieren die Auszubildenden umfangreiche Praxiseinsätze in den Kliniken der Mühlenkreiskliniken sowie im Rettungsdienst ihres jeweiligen Arbeitgebers. So erwerben sie die fachlichen, praktischen und kommunikativen Kompetenzen, die für die Versorgung von Patientinnen und Patienten in akuten Notfallsituationen erforderlich sind.
Das Examen zählt zu den anspruchsvollsten staatlichen Abschlussprüfungen im Gesundheitswesen. Es umfasst insgesamt acht Einzelprüfungen – drei schriftliche, vier praktische und eine mündliche Prüfung –, die sich über mehrere Wochen erstrecken und das gesamte Spektrum der rettungsdienstlichen Versorgung abbilden.
„Mit dem erfolgreichen Abschluss haben die Absolventinnen und Absolventen bewiesen, dass sie auch in hochkomplexen und belastenden Situationen verantwortungsvoll handeln können. In den vergangenen drei Jahren haben sie sich fachlich und persönlich enorm weiterentwickelt. Darauf können sie stolz sein“, sagt Julia Schäffer, Leiterin der Rettungsdienstschule und stellvertretende Akademieleitung. „Unser Ausbildungskonzept verbindet moderne Theorie mit einem hohen Praxisanteil und realitätsnahen Simulationstrainings. Dadurch bereiten wir unsere Auszubildenden gezielt auf die vielfältigen Herausforderungen des Rettungsdienstes vor.“
Die Rettungsdienstschule der Akademie setzt dabei auf innovative Lehrmethoden. In einer modernen Simulationsumgebung trainieren die angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter realitätsnahe Einsatzszenarien – häufig mit professionellen Simulationspatientinnen und -patienten sowie täuschend echt nachgestellten Notfällen. So lernen sie nicht nur medizinische Maßnahmen sicher anzuwenden, sondern auch unter Zeitdruck im Team Entscheidungen zu treffen und souverän zu kommunizieren.
„Der Rettungsdienst hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter übernehmen heute deutlich mehr medizinische Verantwortung als früher. Dafür benötigen sie exzellente Fachkenntnisse, Teamfähigkeit und die Fähigkeit, auch unter größtem Druck besonnen zu handeln“, sagt Dr. Gunter Veit, Ärztlicher Leiter der Rettungsdienstschule und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Kreises Minden-Lübbecke. „Mit ihrem erfolgreichen Examen haben die Absolventinnen und Absolventen bewiesen, dass sie diesen hohen Anforderungen gerecht werden. Sie sind ein wichtiger Gewinn für die Notfallversorgung in unserer Region.“
Die Mühlenkreiskliniken gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zum bestandenen Examen und wünschen ihnen für ihren weiteren beruflichen Weg viel Erfolg, stets sicheres Handeln und allzeit gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen.